Informationen zur Ortschaft Lodenau
© Landratsamt des NOL 2004
- Lage: nördlich von Rothenburg, im Überschwemmungsgebiet der Neiße
- Eingemeindung: 1999 nach Rothenburg
- Einwohner: 2006: 545, 1937: 664, 1837: 451
- Geschichte:
- um 1378 wurde Lodenau vermutlich gegründet
- Lodenau bedeutet Eisdorf (lod wendisch/slawisch Eis)
- 1390 nennt die Görlitzer Ratsrechnung das Dorf "Lode"
- Das Rittergut Lodenau gehörte Günther von Kottwitz
- 1759 wird "Ungunst" als Lodenauer Ortsteil erwähnt (ungünstiger Boden)
- viele Hochwasser und Brände machten dem Dorf zu schaffen
- 1834 erste Erwähnung der Lodenauer Schule, 1906 neu errichtet, im
Krieg zerstört, 1957 neuer Schulbau - 1852 waren fast alle Häuser abwärts der Dorfstraße vom Feuer ergriffen
- 1873 Aufnahme des Betriebes in den Lodenauer Holzstofffabriken
- 1897 standen das Gut und das Niederdorf völlig unter Wasser
- 1908 Anstellung einer der modernsten Rundsiebkartonmaschinen der
Welt zur Herstellung von Pappen in endlosen Bahnen - von 1938 - 45 war Lodenau nach Zoblitz (heute Polen) eingemeindet
- 1972 wurde Steinbach nach Lodenau eingemeindet
- Interessantes zur Ortschaft:
- Die Celltechnik Lodenau GmbH ist der stabilste Wirtschaftsfaktor im Ort
- Ein großer Baggersee bietet Möglichkeiten für Sportangler, Badelustige und Erholungssuchende
- Jedes Jahr im Mai findet hier das internationale Schlauchbootrennen statt, ein sehenswertes Spektakel für Jung und Alt
- Stärkste Vereine sind der Feuerwehrverein, der Seniorenverein und der Sportverein "Blau-Weiß"
- Durch Lodenau führt der überregionale Neiße-Radwanderweg, an dem die "Bergschänke" zum Verweilen einlädt.
- Bei einem Abstecher vom Radwanderweg ins Unterdorf erhält man am Ende der Hauptstraße einen reizvollen Blick auf die Neiße mit Wehranlage
- Im naheliegenden "Haus der Vereine" am Sportplatz werden kleine Speisen und Getränke gereicht