08.05.2010: "Grenzüberschreitende Begegnungen Polen - Sachsen"
Für uns war es der Besuch der Partnerstadt Czerwiensk
Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Rothenburg und ihrer Gemeinden am 05.03.2010 wurde durch die Bürgermeisterin, Frau Heike Böhm, eine Einladung der polnischen Partnerstadt Czerwiensk verlesen. Die Kameraden der Feuerwehren wurden darin angesprochen, an einem Feuerwehrwettkampf teilzunehmen. Bei diesem Treffen sollten sich die Mannschaften der einzelnen Wehren im fairen Wettkampf messen, Einwohner beider Städte näher kommen und Erfahrungen austauschen. Am 8. Mai fuhren insgesamt 37 Personen, angeführt von der Bürgermeisterin, in die Partnerstadt. Die Delegation bestand aus dem Stadtwehrleiter, zwei Stadträten, der Museumsleiterin, je einer Mannschaft der FFw Rothenburg und der FFw Lodenau sowie 14 interessierten Bürgern. Bei unserem Eintreffen wurden wir freundlich empfangen. Es gab die erste Stärkung an diesem Tag, gefolgt von der offiziellen Eröffnung der Wettkämpfe durch die Stadtoberhäupter und Stadtwehrleiter. Ganz traditionell begaben sich danach alle FFw-Leute und Gäste mit einem Festumzug in die Kirche zur feierlichen Messe des heiligen Florian. Die dort gegebene Kollekte war für die meisten von uns der einzige finanzielle Beitrag an diesen zwei schönen Tagen. Zurück aus der Kirche ging es wieder auf den Sportplatz. Bei den folgenden Wettkämpfen nutzten die polnischen Mannschaften ihren Heimvorteil und belegten die vorderen Plätze. Mit einer Demonstration ihres Könnens, nach deutschen Wettkampfregeln, bereicherte die Rothenburger Feuerwehr diesen Vergleich. Bei dem anschließenden opulenten Mittagessen, welches erst am Abend endete, konnten wir bekannte Köstlichkeiten in den verschiedensten Formen genießen. Das polnische Organisationsteam, angeführt von dem Dolmetscher Tomasz, hatte jetzt die schwere Aufgabe für Jeden da zu sein. So wurde das Für und Wider von kleinen Ortsfeuerwehren angesprochen und die eine oder andere Vokabel gelernt, zum Beispiel, dass Komendanta Strazy Pozarnej - Feuerwehrhauptmann heißt und Strazy auf der Einsatzbekleidung der polnischen FFW nur für Wehr steht. Am Sonntag besuchten wir als Erstes das Großpolener Feuerwehrmuseum in Rakoniewice. Dort war Technik zur Bekämpfung von Bränden aus den zurückliegenden zwei Jahrhunderten ausgestellt. Nach dem Mittagessen wurden wir in mehreren Gruppen ins Grüne, auf den Oderdamm zur Bunkeranlage 776 gefahren. Das war eine ehemaligen Schutzeinrichtung, die bereits vor 75 Jahren erbaut wurde. Sie diente im Zweiten Weltkrieg als Gefechtsstand und wurde speziell für uns zum Grillplatz hergerichtet. Auf der Heimfahrt nach Rothenburg zog jeder eine positive Bilanz. Vor allem war man sich darüber einig, ähnliche Begegnungen zu wiederholen. Für die meisten Gäste und Feuerwehrkameraden war es auch das erste Mal, dass sie an einem Zweitagesausflug zu einer Partnerstadt von Rothenburg teilnahmen. Auch die Bürgermeisterin zog im Bus ein abschließendes positives Resümee.
Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei dem Busunternehmer Schwarz Reisen, dem Bauplanungsbüro Mathias Hennig und dem Mitorganisator Herrn Siegfried Schulz.
Im dem Sinne - es war alles - dobrze!
Siegmund Hänchen